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Nationaler Tag gegen Mobbing und Cybermobbing - Höller: „Kampf gegen diese Phänomene ist eine gemeinsame und kontinuierliche Verantwortung“
Anlässlich des Nationalen Tages gegen Mobbing und Cybermobbing am 7. Februar legt Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller den Fokus auf dieses Phänomen, das auch Südtirol unmittelbar betrifft und Schulen, Familien sowie Institutionen gleichermaßen in die Verantwortung nimmt.
Da ist eine Mittelschülerin, die in der Klasse ausgegrenzt und im Schulhof ausgelacht wird, nicht mehr isst und den Schulbesuch verweigert. Da ist ein 7-jähriger Junge, der mit seiner Familie vor kurzem nach Südtirol gezogen ist und aufgrund seiner Aussprache gehänselt wird. Da ist eine Jugendliche, die seit mehreren Jahren wiederholt Anfeindungen und Bedrohungen durch einen Jungen in der Nachbarschaft ausgesetzt ist. Da ist ein Bub, der über einen längeren Zeitraum von seinen Mitschülern über WhatsApp belästigt wird: In den Textnachrichten werden falsche Behauptungen über ihn und seine Familie verbreitet. Da ist ein 11-jähriges Mädchen, das im Sportverein von anderen Kindern ständig beleidigt wird; vor kurzem haben sie sogar ihr Rad beschädigt.
Die Anfragen, die im Büro der Kinder- und Jugendanwaltschaft eingehen, zeigen, dass sich Mobbing nicht in einer einzigen Form äußert, sondern unterschiedliche und mitunter weniger sichtbare Erscheinungsweisen annimmt. „Die Bekämpfung von Mobbing und Cybermobbing stellt eine zentrale pädagogische Herausforderung dar, die strukturierte und koordinierte Maßnahmen in allen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen erfordert“, hebt Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller hervor. In diesem Zusammenhang zeigt die Schulwelt in Südtirol eine zunehmende Sensibilität, mit einem verstärkten Fokus auf Prävention, auf die Schaffung sicherer und inklusiver Lernumgebungen sowie auf die Förderung digitaler Kompetenzen und einer Kultur des Respekts und der Rechtmäßigkeit. Dies geschieht durch Sensibilisierungsmaßnahmen, Beratungsangebote, die aktive Einbindung von Lehrpersonen, Schulführungskräften und Fachpersonen aus dem psycho-pädagogischen Bereich und Interventionen bzw. Meldungen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um Belastungssituationen frühzeitig zu erkennen und den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien konkrete Unterstützung zu bieten.
„Die Prävention von Mobbing und Cybermobbing beschränkt sich nicht auf den Umgang mit akuten Situationen, sondern beginnt im Alltag, in den Beziehungen und im bewussten Umgang mit den sozialen Medien“, betont Kinder- und Jugendanwältin Höller. „Es ist wesentlich, dass sich jeder seiner Rolle bewusst ist und Kinder und Jugendliche auf kompetente und präsente Erwachsene zählen können.“
Der Nationale Tag gegen Mobbing und Cybermobbing am 7. Februar bietet Anlass zur Reflexion, aber auch zur klaren Bekräftigung einer zentralen Botschaft, so Höller: „Der Kampf gegen Mobbing und Cybermobbing ist eine gemeinsame und kontinuierliche Verantwortung. Nur im Netzwerk und durch gemeinsames Engagement ist es möglich, Phänomene wirksam zu bekämpfen, die das Wohlbefinden und die Entwicklung junger Menschen nachhaltig beeinträchtigen.“
KIJA

