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Schreibwerkstatt „Social Networking“

Recht auf Medien, Recht auf Schutz

Einladung
Referentinnen:

Dr. Karin Sparber

Dr. Marlies Tasser

Zeitraum:

Der Termin der Schreibwerkstatt wurde verschoben - Genaueres wird noch bekannt gegeben.

Anmeldung: Kinder- und Jugendanwaltschaft

Cavourstraße 23/c

39100 Bozen

Tel. 0471 970615

E-Mail: info@kinder-jugendanwaltschaft-bz.org

Anmeldeschluss:

Der Termin der Schreibwerkstatt wurde verschoben - Genaueres wird noch bekannt gegeben.

Unkostenbeitrag: 20 € (für Mittag- und Abendessen)

Ziel der Schreibwerkstatt „Social Networking“ ist es, Jugendliche für und zum Thema „Neue Medien und deren Umgang" zu sensibilisieren. Kinder- und Jugendschutz ist in diesem Bereich besonders notwendig, gleichzeitig gilt es durch gezieltes Sichern der Kenntnisse einen Umgang ohne Angst zu ermöglichen. Jedes Kind muss dem Alter entsprechend begleitet werden, aber es muss auch lernen zu hinterfragen, nachzufragen und Gefahren im Netz zu erkennen. Das Anliegen der Gesellschaft an künftige Generationen ist ein bewusster Umgang der Jugend mit den neuen Medien, denn die Entwicklungen im kommunikations- und informationstechnologischen Bereich sind rasant. Grenzen zwischen Legalität und Kriminalität zerfließen häufig in den Augen der Jugendlichen.

Präventionsarbeit wird in den nächsten Jahren verstärkt werden müssen. Kinder- und Jugendschutz zu gewährleisten sind Recht und Pflicht einer Demokratie. Kinder haben ein Recht auf Schutz und Bildung, sie haben ein Recht darauf, genau informiert zu werden, welche Möglichkeiten, aber auch welche Gefahren, das World Wide Web mit all seinen Seiten beinhaltet.
Kinder müssen eine Chance haben, verstehen zu lernen, dass Soziale Netzwerke auch Gefahren bergen können: Mobbing, Betrug, Zerstörung von Zukunftsperspektiven sind einige wenige davon. Handys, Smartphones usw. stellen nicht nur gesundheitliche Risiken durch Strahlung dar, sondern viele Jugendliche tappen schleichend in die Falle der sozialen Vereinsamung: Sie chatten, sie twittern, sie richten Blogs ein, sie erstellen Webseiten. Datenschutz und Urheberrechte, Belästigungen und Schikanen, Gewalt- und Sexfilme sind zunehmend Thema in Familien.

Medienkompetent zu sein bedeutet mehr als im Internet zu surfen. Es gehört auch dazu, Angebote im Netz zu hinterfragen und einschätzen zu können, den Unterschied zwischen realer und virtueller Welt zu kennen, sich bewusst zu sein, welche Folgen es haben kann, Plagiat zu betreiben usw. Medienkompetent zu werden ist ein langer und langsamer Prozess, genauso wie erwachsen werden, der Begleitung erfordert, denn Kinder und Jugendliche benötigen Zeit, um das Wissen, das sie erworben haben, auch anwenden zu können. Dieser Lernprozess braucht Zeit und Übung.

Das Erlernen eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Neuen Medien ist ein Recht, das Jugendlichen nicht verwehrt bleiben darf. Sie benötigen Zeit, um sich eine korrekte Anwendung ihrer Kenntnisse anzueignen. Es muss immer wieder betont werden, dass Kinder und Jugendliche ein Recht auf Schutz, Bildung und Information haben: Jedes Kind soll sich informieren können, in Büchern, in Zeitungen, in Zeitschriften, über den Computer, Radio und Fernsehen. Dies setzt voraus, dass Kinder und Jugendliche ihre Meinung frei äußern können, denn sie müssen über Sachen, die sie vertreten, Bescheid wissen und lernen, dass auch andere das gleiche Recht haben. Medien sollen deshalb Kinder fair informieren. In Fernsehen und Radio, auch im Internet, gibt es spezielle Sendungen und Seiten für Kinder, die über Interessantes berichten. Die Regierungen bemühen sich darum, dass Informationen, die Kinder ängstigen oder beunruhigen, verboten werden. Dafür werden Gesetze erlassen, an die sich die Medien halten sollten.

Bildung und Ausbildung sind für den Menschen wichtig, somit ist die Schule zu besuchen und eine Ausbildung zu erhalten von besonderer Bedeutung, was für manche Jugendliche eine Herausforderung und schwierige Zeit darstellt. Vor allem Lehrpersonen, Berufsberater und Eltern müssen den Kindern zur Seite stehen. Diese sollen lernen ihre Meinung zu sagen und andere Meinungen zu respektieren.
Die Schreibwerkstatt „Social Networking“ ist für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren gedacht, die gerne schreiben. Während der Schreibzeit werden Texte besprochen, überarbeitet, Ideen ausgetauscht und am Papier verwirklicht. Wer möchte, kann einen Laptop mitbringen.

Kinder und Jugendliche gehören zu den aktivsten Nutzer neuer Kommunikationstechnologien. In einer Welt, in der Neue Medien in vielen Lebensbereichen immer bedeutender werden, ist es wichtig, unsere Jugend bei der Entdeckung der Internetwelt zu begleiten. Neben den vielen Möglichkeiten der Neuen Kommunikationstechniken bergen diese aber auch Gefahren. Die Schreibwerkstatt „Social Networking“ bietet der Zielgruppe der Dreizehn- Fünfzehnjährigen an, sich bewusst und intensiv mit Vor- und Nachteilen der Neuen Kommunikationsformen auseinanderzusetzen.
Die Leiterinnen der Schreibwerkstatt geben den jungen Schreibenden Hilfestellung, weisen auf Textstellen hin, an denen es „hakt“. Die Mitglieder der Schreibwerkstatt diskutieren ihre Ergebnisse, tauschen Ideen aus, sind füreinander AnsprechpartnerInnen, wenn es um ihre Texte geht.

Die Jugendlichen werden anhand verschiedener Methoden in ihrem Schreibprozess unterstützt und geleitet, eventuelle Schreibblockaden oder Unsicherheiten werden gemeinsam bewältigt.
Zu Beginn jedes Werkstatt-Tages werden einige Schreibimpulse angeboten, welche die SchreiberInnen nutzen können. Dabei soll jeder Lerntyp angesprochen werden, der Fokus der Impulse liegt auf dem Thema „Social Networking“. Einige solcher Impulse sind: Akrostichon, Figurengedicht (Konkrete Poesie), freewriting und loopwriting, Bilder, Kurzfilme und Gegenstände als Schreibanlässe, Interviews, sich gegenseitig eine Lieblingsgeschichte schreiben. Auch unterschiedliche Sozialformen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, werden angeboten, da die Schreibwerstatt nicht zu einem Elfenbeinturm werden soll.

Pausen teilen sich die jungen Autoren selbst ein, zum Mittag- und Abendessen treffen sich alle. Neben den intensiven Schreibphasen ermöglicht die Schreibwerkstatt auch das Gespräch zwischen Menschen, die gerne schreiben.
Am Ende jedes Werkstatt-Tages kann jeder, der möchte, seinen Text dem Plenum vorlesen und besprechen lassen. Dabei können die Mitglieder der Schreibwerkstatt zum Beispiel mögliche Titel für den Text vorschlagen.

Den Abschluss der Schreibwerkstatt „Social Networking“ bildet eine öffentliche Lesung, zu der Eltern, LehrerInnen, Freunde und Interessierte eingeladen werden. Die Texte werden veröffentlicht und in einem zweiten Schritt wird die Theaterschule Bruneck auf der Grundlage dieser Texte Sketche aufführen.

Schreibwerkstatt „Social Networking“